Weltmissions-Projekt für das Jahr 2018

 

Der Kirchengemeinderat Ailingen hat bereits in seiner Oktober-Klausur 2017 entschieden, dass wir im Jahr 2018 wieder zwei Projekte mit dem "Opfer für die Weltmission" mitfinanzieren wollen. Eines der ausgewählten Projekte war bereits überzeichnet, so dass wir Ihnen nun auf dieser Seite das verbleibende Projekt kurz vorstellen möchten.

Die Mittel, die wir für diese Projekte im Lauf des Jahres weiterleiten werden, setzen sich zusammen aus 50% Kirchensteuermitteln und 50% Gottesdienst-Opfern und Spenden für die "Weltmission".

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

 

 

 

 

Projekt 1: "Frauen nachhaltig stärken" - GHANA

 

 

 

Seit 1992 sind Frauen in Ghana vor dem Gesetz gleichgestellt. Doch sowohl im Bildungsbereich als auch im Arbeitsleben sind sie immer noch gegenüber Männern benachteiligt. Ghanaische Frauen sind Powerfrauen – sie füllen vielfältige Rollen in der Gesellschaft und der Familie aus. Die meisten Ghanaerinnen gehen neben ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau einer regelmäßigen Arbeit nach und tragen zum Unterhalt ihrer Familien bei. Darüber hinaus kümmern sie sich um den Haushalt, sind Dreh- und Angelpunkt ihrer Familien und engagieren sich in Gesellschaft und Kirche. So leisten sie einen hohen Beitrag zur sozioökonomischen Entwicklung Ghanas.

Trotz ihrer wichtigen Rolle sind Frauen in Ghana häufiger von Armut betroffen als Männer. Sie erhalten bei gleicher Arbeit den geringeren Lohn und sind Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Der „Upper East“-Kirchenbezirk der Presbyterianischen Kirche von Ghana (PCG) entwickelte deshalb ein Programm, das die Frauen in den Gemeinden stärkt.

Durch die Aufzucht von Kleinvieh schaffen sich die Frauen eine Existenzgrundlage und werden unabhängiger. Das Ziel des Projekts ist es, den Frauen eine nachhaltige Lebensgrundlage zu ermöglichen und ihr Einkommen zu erhöhen. In den Dörfern und Gemeinden Ghanas ist proteinreiche, bezahlbare Nahrung oft nicht ausreichend für eine gesunde Ernährung der Bevölkerung vorhanden. Durch die Aufzucht von Schafen, Ziegen oder Schweinen sorgen die Frauen für eine bessere Nahrungsgrundlage in ihrer Region und tragen zu einer gesunden Ernährung ihrer Familien und Mitmenschen bei.

Jede Frau, die teilnimmt, erhält zwei Tiere zur Aufzucht. Zu Beginn des Projekts lernen sie in Schulungen den Umgang mit den Tieren. Sie arbeiten mit lokalen Tierärzten zusammen und tauschen sich untereinander über Probleme und Schwierigkeiten aus. „Hilfe zur Selbsthilfe“ lautet das Credo des Projekts. Die Projektverantwortlichen der PCG begleiten und betreuen die Teilnehmerinnen zwei Jahre. Danach führen sie ihre Kleinunternehmen eigenständig fort.

Die EMS fördert die Tierzucht-Projekte mit insgesamt 18.000 Euro.

 

Projekt 2: "Sauberes Trinkwasser und Schulen" - SÜDSUDAN

 

 

 

„Der Brunnen hat unseren Alltag verändert!“ Kayla steht neben dem Brunnen und strahlt. Sie wohnt mit ihrem Stamm im Red Sea State im Nord-Osten des Sudan. Vor einigen Monaten wurde hier mithilfe des EJW-Weltdienstes ein Brunnen gebohrt. Die Versorgung mit Trinkwasser war bisher ein tagelanges Unterfangen: Zwölf Stunden Fußmarsch waren nötig, um zur nächsten Quelle zu gelangen.

Die neue Trinkwasserversorgung hat viele Menschen bewogen, in das Gebiet um den Brunnen zu ziehen. Weil dadurch genug Kinder am Ort waren, wurde von der Regierung eine Schule eingerichtet. Eine Gesundheitsstation ist geplant.

Der Alltag vieler Menschen im Sudan und Südsudan ist geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen, Hunger und Trockenheit. Rund ein Drittel der Menschen im Südsudan ist gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen.

Der EJW-Weltdienst unterstützt die Menschen vor Ort und leistet einen wichtigen Beitrag, um ihnen eine Lebensgrundlage in ihrer Heimat zu bieten: Gemeinsam mit dem langjährigen und verlässlichen Partner von IAS (International Aid Service) werden Brunnen gebohrt, Wasser- Handpumpen installiert und Hygieneschulungen durchgeführt. Bio-Sand-Filtersysteme werden zur Trinkwasser-Reinigung eingesetzt; sie können den Wasserbedarf einer Großfamilie decken. Christliche Gemeinden werden unterstützt und Schulen gegründet. Die Mitarbeiter vor Ort tun ihre Arbeit aus der tiefen Überzeugung, dass Jesus Christus das Lebenswasser ist.

Obwohl die Christen im Sudan unter Druck stehen, geht die Arbeit weiter. Die Unterstützung durch andere Christen aus dem Ausland ist für sie besonders wichtig: Es ist für sie ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen, dass sie nicht vergessen sind.

„Shukran!“ (Danke!), sagt Kayla am Ende und bittet uns, ihren Dank an die Spender weiterzugeben: Danke für Ihre Unterstützung!

Die Referenten und ehrenamtlich Mitarbeitenden des EJW-Weltdienstes besuchen jährlich die unterstützten Projekte im Sudan. Gerne können Sie Valerian Grupp in Ihre Gemeinde zu Gottesdiensten einladen, um über die Hilfsprojekte im Sudan und Südsudan zu berichten.

Gesamtkosten: 175.000 Euro

Ansprechpartner:
Valerian Grupp, Landesreferent EJW-Weltdienst
Mail: valerian.grupp@ejwue.de, Tel.: 0711/9781-381