Herzlich willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Ailingen

Unsere Kirche

Mitten im Obstgarten am Bodensee liegen die alten Ortschaften Ailingen, Ettenkirch und Berg. Alle diese Orte sind - wie Oberschwaben insgesamt - traditionell vorwiegend katholisch geprägt. Doch seit 200 Jahren finden immer mehr Evangelische hier ihre Heimat. Inzwischen sind es etwa 1.600, die sich zu unserer Gemeinde zählen.

Auf diesen Seiten erhalten Sie aktuelle Informationen, sowie Einblicke in unser Gemeindeleben mit seinen vielfältigen Angeboten für verschiedenste Altersgruppen.

 

 

 

 

 

 

Glocken läuten zum Gebet

 

Und Beten ist nicht abgesagt!

Die Glocken der Innenstadtkirchen läuten während der Corona-Krise jeden Abend um 19.30 Uhr und laden Sie ein, eine Zeit des Gebets zu halten.

Stellen Sie dazu eine Kerze als Licht der Hoffnung ans (offene) Fenster.

In unseren Kirchen wird zeitgleich die Osterkerze entzündet. Wir beten in oekumenischer Gemeinschaft für unsere Stadt, unser Land und die Welt.Jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten.

Einen Vorschlag für dieses Gebet finden Sie hier.

 

Eine Übersicht über weitere Angebote finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Verlautbarungen unserer Ev. Landeskirche

 

Anschreiben an die Gemeinden, 24. März 2020:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Schwestern und Brüder,

in diesen Zeiten ist Solidarität auch, sichtbare Zeichen zu setzen über die engen Grenzen hinaus, die uns die sozialen Einschränkungen auferlegen. Stay at home! Trotzdem sind wir verbunden im Gebet, im gemeinsamen Anrufen und Flehen. Traditionell und öffentlich wahrnehmbar ruft die Glocke zum Gebet.

Auf Anregung des Herrn Landesbischof bitte ich Sie also, in Ihren Gemeinden ab sofort dafür zu werben, dass wir gemeinsam Zeichen der Solidarität in den Häusern setzen, indem wir gemeinsam eine Kerze ins Fenster stellen und uns zu einem Moment des Innehaltens vor Gott versammeln. Der Herr Landesbischof hat das heute nachmittag wie folgt formuliert: „Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“

Bitte klären Sie, ob es möglich ist, um 19.30 Uhr die Betglocke zu läuten, entweder statt des Abendläutens oder zusätzlich zum Abendläuten. Selbstverständlich ist die Uhrzeit nicht das entscheidende, viel wichtiger ist, dass wir gemeinsam handeln, auch wenn das eine halbe Stunde früher oder später ist. Die Zeit 19.30 Uhr wird allerdings allen evangelischen Gemeinden in Baden-Württemberg und den katholischen Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart vorgeschlagen, sie ist daher ein weiteres Zeichen der Gemeinschaft. Die nachfolgenden Vorschläge sind allesamt Gebets- und Tagzeitenangebote, keine Gottesdienste, so dass liturgisch nur mit einer Glocke, eben der Betglocke geläutet wird.

Mancherorts sind auch schon Vorschläge formuliert worden, dass auf Balkonen wohnungsübergreifend gefeiert wird, ich weiß auch von Wohnanlagen, die um einen Innenhof herum feiern und beten.

An möglichen Liturgien in den Familien schlagen wir vor – wie gesagt, es kommt nicht darauf an, was man macht, sondern dass etwas gemacht wird und dies durch die Glocken und die Kerzen auch über die engen Räume der eigenen Wohnung hinaus öffentlich wird.

 

Alle Feiern beginnen mit

Einer: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“
Alle: Amen.

Die Kerze wird entzündet und ins Fenster, möglichst zur Straße hin, gestellt.

Einfache Liturgie:

Einer: Wir beten in der Stille
(Gebetsstille)

Gemeinsames Vater unser

Segenswort: Der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft,
bewahre unsere Herzen in Christus Jesus.
Amen.

 

2)     (Balkonsingen der EKD)

Einer: Wir beten in der Stille
(Gebetsstille)

Einer: Wir singen verbunden mit Christen überall im Land
(alle gehen auf den Balkon oder treten ans Fenster

Lied: Der Mond ist aufgegangen

Einer: Wir beten gemeinsam
Vater Unser …

Einer oder alle: Luthers Abendsegen

 „Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.“

Alle: Amen.

 

3)     Eine Liturgie für ein Tagzeitengebet, wie sie im Stift Urach, dem Einkehrhaus unserer Landeskirche gefeiert wird, finden Sie unter https://stifturach.de/content/2-stift-urach/8-modern-froemmigkeit-leben/gebetsliturgien_stift-urach.pdf

Wir danken Ihnen für allen Einsatz, den Sie in den Gemeinden gerade in diesen krisenverhafteten Zeiten einbringen, oft weit über alles Erwartbare hinaus und grüßen Sie herzlich. Bleiben Sie behütet, gesund und stets von Gottes sanftem Segen getragen.

F. Zeeb/24.03.

 

 

 

 

Anordnung zur Änderung der Konfirmationsordnung
und anderer kirchlicher Gesetze

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,
 
der Geschäftsführende Ausschuss der 16. Landessynode hat im Einvernehmen mit dem Kollegium des Oberkirchenrates auf die sich überschlagenden Ereignisse reagiert und damit auch die kirchenrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Anforderungen der „Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2“ (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 17. März 2020 mit den Rechtsnormen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Einklang stehen.
 
Dazu wurde am 17. März 2020 gemäß § 29 Abs. 1 Kirchenverfassungsgesetz die „Anordnung … zur Änderung der Konfirmationsordnung und anderer kirchlicher Gesetze getroffen. Den Wortlaut finden Sie im digitalen Amtsblatt oder auf der Homepage der Landeskirche, die Anordnung gilt rückwirkend ab dem 14. März 2020.
 
Ich nenne Ihnen hier die wichtigsten Konsequenzen und praktischen Folgen:
 
Das Land Baden-Württemberg hat (§ 3 Absatz 3 CoronaVO) sämtliche Veranstaltungen und Versammlungen bis zum 15. Juni 2020 untersagt und dabei ausdrücklich (Absatz 2) auch „Zusammenkünfte in Kirchen“ genannt. 


Daraus ergibt sich, dass Gottesdienste in der herkömmlichen Form derzeit nicht gefeiert werden können. Einstweilen setzt der Oberkirchenrat daher die örtlichen Gottesdienstordnungen nach § 17 KGO aus, so dass die Verkündigung des Evangeliums nicht mehr im Predigtgottesdienst der Gemeinde geschieht, sondern abweichend von den dort genannten Zeiten, Orten und Formen. 


Theologisch ist zu bedenken, dass der Gottesdienst mit Predigt eine große Verheißung für sich hat, zumal wenn in ihm die Sakramente gefeiert werden. Er ist jedoch nicht absolut heilsrelevant, was Gott nach CA V als ministerium eingesetzt hat, die Evangeliumsverkündigung und die Verwaltung der Sakramente, um damit den Glauben zu wirken, ist nicht sklavisch an eine Form gebunden, auch nicht an eine Uhrzeit. Deshalb wird ausdrücklich gesagt, dass menschliche Formen und Bräuche, damit auch unsere Liturgien und Gewohnheiten nicht zur wahren Einheit der Kirche erforderlich sind, sondern alleine, dass das Evangelium gepredigt werde und die Sakramente laut des Evangelii gereicht werden. In diesen Zeiten wäre es – nicht nur wegen der Landesverordnung sondern vor allem um der Nächstenliebe willen – nicht evangeliumsgemäß, wenn wir unsere Menschen einer Gefahr aussetzen, die niemand übersehen und einschätzen kann. Deshalb wird es darauf ankommen, in den Familien, in kleinen vertrauten Gruppen, aber auch unter Nutzung moderner Möglichkeiten, das Evangelium zu verkündigen und allen auszurichten. Mit einem Wort Hölderlins: „Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch“. Deshalb lassen Sie uns gemeinsam mit Fantasie und Kreativität, mit unerschüttertem Gottvertrauen und voll Begeisterung für das Wort nach Möglichkeiten suchen, wie das Evangelium unter die Menschen kommt – gerade in diesen Zeiten, in denen nichts dringender ist als die Gute Botschaft. Sie finden auf der Corona-Seite der Landeskirche für jede Woche Gedanken und Anregungen, bitte tragen Sie auch selbst mit ihren Ideen dazu bei.
 
Ferner wird die Feiertagsordnung vorübergehend ausgesetzt.
Die Gottesdienste an Gründonnerstag, an Karfreitag und an Ostern müssen entfallen. An diesen Kerntagen des Kirchenjahres ist also kein Predigt- oder Abendmahlsgottesdienst verpflichtend – was ja eine „Zusammenkunft in der Kirche“ wäre, sondern in diesem Jahr müssen wir die Dialektik von Passion und Auferstehung unseres Herrn auf andere Weise darstellen und feiern. Auch hier gilt, dass Gottesdienst, gottesdienstliche Andacht und gottesdienstliche Anbetung eben nicht zwangsläufig der Versammlungsform bedürfen. Todkranken und Sterbenden sowie ihren allernächsten Angehörigen wird die Kirche das Hlg. Abendmahl nicht verweigern. Selbstverständlich ist auch – und gerade beim Abendmahl als einer sinnfälligen Form der Wortkommunikation – besonders auf die in der Corona Verordnung des Landes vorgeschriebenen Vorgaben für Versammlungen zu achten. Mindestabstände, und die Zahl von Anwesenden und die weiteren Vorsichtsmaßnahmen sind auch hier einzuhalten.
 
Die anstehenden Konfirmationen fallen in besonderer Weise unter die Gottesdienste und Versammlungen, in denen eine besondere Ansteckungsgefahr herrscht. In der Konfirmationsordnung sind – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die Tage und das Verfahren geregelt, nach dem der Konfirmationstag in einer Gemeinde sich bestimmt. Diese Konfirmationstage werden in diesem Jahr aufgehoben, ihre Einhaltung ist also nicht mehr verpflichtend. Die Kirchengemeinderatsgremien werden ermächtigt, für ihre Gemeinde oder Verbundgemeinde einen geeigneten Termin nach dem 15.06.2020 festlegen. Auch hier ist sicher auf die örtlichen Verhältnisse, den Kontakt zu Traditionen und Vereinen zu achten, vor allem aber das Gespräch mit den Familien und den Jugendlichen zu suchen. Die Konfirmation als „Feier des Daseins und des Lebens“ (Kristian Fechtner) könnte für die Jugendlichen gerade unter diesen Umständen ein besonderes, vor allem geistliches, Erlebnis werden.
 
Nun wünsche ich Ihnen viel Kraft und Glaubensmut, viel Kreativität und Weisheit für diese schwierige Zeit und grüße Sie herzlich.
 
Ihr
Dr. Frank Zeeb

 

 

Weltmissionsopfer - Projekte 2020

 

 

Zwei Projekte, die wir für unsere Gemeinde schon 2019 ausgewählt hatten, werden wir weiter unterstützen.
Wir wollen sie benennen und kurz vorstellen:

 

Projekt 1: "Frauen nachhaltig stärken"in Ghana
                   (EMS)

Projekt 2: "Sauberes Trinkwasser und Schulen" im Südsudan
                   (CVJM-Weltdienst)

 

Für weitere Informationen: klicken Sie hier!

Die Handy-Aktion

Was haben unsere Handys mit Gewalt, Armut und Krankheit im Kongo und Menschenrechtsverletzungen in Asien zu tun? Was hat das mit uns zu tun und wie können wir als Gemeinde, Schule, Firma oder Einzelperson hierzulande gegen die weltweiten Missstände in der Handyherstellung gemeinsam aktiv werden?

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  • Meldungen aus der Landeskirche

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    Der Chef der württembergischen Diakonie, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, hat Gesellschaft und Politik in der Corona-Krise zu mehr Solidarität mit sozial Schwachen aufgefordert. Hartz-IV-Empfänger würden derzeit „einfach vergessen“, kritisierte Kaufmann.

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